Das digitale Archiv ist eine großartige Sache: es spart viel Platz, ermöglicht mehr Flexibilität bei der Arbeit und liefert dank guter Durchsuchbarkeit auch schnelle Ergebnisse. Doch so wichtig die Qualität der Digitalisierung ist, so wichtig ist auch die Auswahl des Speichermediums. Verschiedene Medien haben unterschiedlich lange Lebensdauern. Um Datenverlusten wirkungsvoll vorbeugen zu können, ist es wichtig, über die verschiedenen Medien und ihre Besonderheiten Bescheid zu wissen.

So robust Festplatten oder USB-Speicher auf den ersten Blick auch erscheinen mögen, eines ist sicher: sie halten nicht ewig. Zwar garantieren die Hersteller eine gewisse Lebensdauer, doch das hilft auch nichts, wenn wichtige Dokumente auf einer Festplatte gespeichert sind, die gerade ihren Geist aufgegeben hat. Trotzdem ist man als Nutzer den Tücken der Technik nicht ganz hilflos ausgeliefert.

Die richtige Lagerung von CD, DVD und Blu-ray


Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Lichteinfall – so ziemlich alle Faktoren der Lagerung beeinflussen die Lebensdauer der Silberscheiben. Ein Schuhkarton im dunklen Büroschrank reicht da nicht aus, ist aber zumindest ein Anfang, denn die Lagerung an einem dunklen Ort kann die Lebensdauer verlängern.

Durchgehend 25 Grad und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent sind ideal. Auf Beschriftungen oder Aufkleber sollte ebenfalls vollständig verzichtet werden. Weitaus besser ist die Beschriftung der Beilagen in den Plastikboxen. Boxen ist überhaupt das Stichwort: die Aufbewahrung in Papphüllen ist zwar sehr platzsparend, doch beim Ein- und Ausschieben können Kratzer entstehen. Fingerabrücke reichen unter Umständen aus, damit empfindliche Geräte die Scheiben nicht mehr abspielen können. Daher ist vorsichtiges Anfassen am Rand Pflicht.

Sollten sich trotzdem Verschmutzungen breitgemacht haben, sollte die Scheibe mit einem weichen Tuch gereinigt werden.

Trotzdem sollte man als Nutzer mit einer sicheren Lebensdauer von fünf bis zehn Jahren kalkulieren.

Festplatten richtig aufbewahren


Festplatten sind üblicherweise langlebigere Datenträger, einen Zeitraum von zehn Jahren sollten Sie ohne Schwierigkeiten überstehen. Doch hier ist Vorsicht im Umgang geboten: Während es nicht unbedingt negative Folgen haben muss, wenn eine DVD herunterfällt, kann schon ein Sturz eine externe Festplatte unbrauchbar machen. Der Grund: der empfindliche Schreib-Lese-Kopf, der sehr dicht über der Magnetscheibe schwebt, kann durch einen Sturz zerstört werden. Moderne kompakte Modelle, die auf Flash-Speicher setzen, sind da unempfindlicher.

Flash-Speicher: Als Langzeitspeicher nicht geeignet


Wegen ihrer Robustheit und ihres praktischen Formats sind USB-Sticks mit ihren Flash-Speichern sehr beliebt. Bei diesen Medien kommt der Verschleiß mit der Nutzung, also durch die direkte Beschreibung der Speicherzellen. Daher gilt bei Flash-Speichern: Je seltener der Inhalt geändert wird, desto besser. Empfehlenswert ist hier allerdings, beim Kauf auf gute Qualität zu achten. Kaufen Sie keinen No-Name-Speicher, sondern nehmen Sie Sticks von renommierten Anbietern.

Daten-Wolken: Alles in die Cloud?


Es klingt so einfach: einfach alle Daten in die Cloud, also auf Online-Datenspeicher schieben und sich weder um ein Backup, noch um Anschaffung und Pflege von Hardware kümmern müssen. Ein Datenverlust durch Verschleiß oder Stürze ist bei professionellen Anbietern nicht zu erwarten, da die Daten redundant an verschiedenen Orten abgelegt werden. Nicht nur deshalb sollten diese sorgfältig ausgewählt werden.

Bei der Digitalisierung von Dokumenten durch FRANKENRASTER wird größten Wert auf die Einhaltung strengster Datenschutzbestimmungen gelegt und zwar durch den gesamten Prozess hindurch von der Logistik bis hin zur Rücklieferung oder Vernichtung der Papierdokumente.

Diese Ansprüche an Datenschutz und Sicherheit sollten Sie auch stellen, wenn Sie sich entscheiden, Ihre digitalen Dokumente bei einem Cloud-Anbieter zu lagern. Bei einem namhaften Anbieter ist meist zudem die Gefahr kleiner, dass er schnell wieder vom Markt verschwindet – und mit ihm im schlimmsten Fall Ihre Daten.

Backup & Überprüfungen nicht vergessen!


Sicher haben Sie den Tipp schon irgendwo gelesen, aber spätestens dann, wenn man einmal ohne wichtige Daten dasteht und sich verloren gegangene Inhalte neu zusammensuchen muss, weiß man, wie hilfreich regelmäßige Backups sind.

Das können Sie sonst noch tun:

- Überprüfen Sie jährlich Ihre CD's. Tools wie Nero DiscSpeed geben Ihnen schnell und unkompliziert einen Überblick, ob alle Sektoren noch einwandfrei funktionieren.

- Fertigen Sie bei der jährlichen Überprüfung eine neue Sicherungskopie Ihrer CD's und DVD's an. Auf diese Weise entsteht eine Reihe an Kopien und Sie können die jeweils älteste Version beruhigt entsorgen

- Wenn Sie weiter auf CD oder DVD sichern wollen, verwenden Sie am besten Rohlinge verschiedener Hersteller oder achten Sie zumindest auf unterschiedliche Produktchargen, um möglichen Herstellungsfehlern auszuweichen. Ansonsten denken Sie doch mal an die Sicherung auf Blu-Ray's. Die haben nicht nur eine deutlich höhere Speicherkapazität, die Hersteller werben auch mit einer deutlich längeren Lebensdauer.

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