Die in Oberbayern, direkt an der Donau gelegene kreisfreie Großstadt Ingolstadt blickt zurück auf eine lange Geschichte. Erstmals im Jahre 806 von Karl dem Großen in der Reichteilungsurkunde erwähnt, wurde sie knapp600 Jahre später unter der Teilung Bayerns zur Hauptstadt des Herzogtums Bayern-Ingolstadt. Es folgten der Bau eines Schlosses, der Universität und weitere Einrichtungen, die eine wachsende Einwohnerzahl mit sich brachten.

Mittlerweile ist Ingolstadt fünftgrößte Stadt Bayerns und zählt über 137.000 Einwohner. Unter anderem wird die historische Meldekartei der Stadt im zugehörigen Stadtarchiv Ingolstadt aufbewahrt, in welche über einen Benutzerantrag des Stadtarchiv Einsicht gegeben werden kann. Damit die hochsensiblen Dokumente vor äußeren Einflüssen geschützt und die darauf befindlichen Informationen dauerhaft erhalten bleiben, entschied sich das Stadtarchiv Ingolstadt für eine Digitalisierung.

Das Projekt

Um die Karteikarten selbst in Digitalisate umzuwandeln, fehlte es dem Stadtarchiv jedoch an den nötigen technischen Ressourcen. Ebenso schwierig war es auch, Personal zu finden, das neben seiner Hautpttätigkeit im Archiv auch noch den Scanvorgang betreuen sollte.

„Nach Angebotsvergleich haben wir die FRANKENRASTER als unseren Dienstleister ausgewählt, da sie das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten konnte“, erklärt Dr. Beatrix Schönwald, Leiterin des Museums.

Die Karten wurden bisher in insgesamt 500 Karteiboxenaufbewahrt, in denen sie durch jeweils 4 Register alphabetisch sortiert waren. Dieser Ordnung zum Vorbild erstellte FRANKENRASTER für das Archiv eine Inhaltsübersicht, die im Laufe des Projekts mit den Digitalisaten abgeglichen werden konnte. Auch nutzt das Archiv die Tabelle fortlaufend, die zusätzlich zur Indizierung dazu beiträgt, rasch einen Überblick über alle digitalisierten Karten zu erhalten. Vor allem zu beachten war neben der hohen Sicherheitsstufe auch die zeitlich koordinierte Projektdurchführung. Da das Archiv die digitale Nutzung der Kartei für die Anliegen der Benutzer bereits in Planung hatte, mussten Fertigstellung und Datenübertragung bereits bei Vertragsabschluss genau terminiert werden. FRANKENRASTER hielt alle Terminvorgaben wie nach Abmachung ein und ermöglichte dem Stadtmuseum Ingolstadt, die Ausstellung ohne Komplikationen zu eröffnen.

„Eine effiziente und zügige Kooperation“, fasst Dr. Schönwald das Projekt mit FRANKENRASTER zusammen.

 

Über das Stadtarchiv Ingolstadt

Das städtische Archiv arbeitet auf der Basis des Bayerischen Archivgesetz und verwahrt städtisches Verwaltungsgut. Sein Aufgabengebiet ist somit gleich der Tätigkeiten einer gängigen kulturellen Einrichtung: verwalten, verwahren und natürlich das Kulturgut für die Nachwelt erhalten und zugänglich machen. Dadurch leistet das Archiv einen bedeutenden Beitrag zur Unterstützung der historischen Forschung. Es ist zusammen mit dem Spielzeugmuseum und der wissenschaftlichen Stadtbibliothek Teil des Amtes Stadtmuseums Ingolstadt und beherbergt das amtliche Schriftgut bzw. deren digitale Überlieferung sowie die zeitgeschichtliche Sammlung, das Fotoarchiv, die grafische Sammlung, Postkartensammlung, Münzen und Medaillen und ähnliche Gegenstände.

Das Kavalier Hepp, in dem sich das Stadtarchiv, das Stadtmuseum und die Wissenschaftliche Stadtbibliothek befindet, von außen.

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